Warum Diäten nicht funktionieren

Extrem reduzierte Diät

Diät bedeutet immer Reduzierung und Mangel

Für mich hat der Begriff Diät immer mit einer Reduzierung und dadurch auch mit Mangel zu tun. Schon der Gedanke daran lässt in mir Hunger aufsteigen…
Dahinter steckt, nach meiner Ansicht, der Glaubenssatz:

“Ich muss reduziert essen, um mein Gewicht und dadurch letztendlich mich selbst zu reduzieren.”

Eine Diät ist immer zeitlich begrenzt. Sie ist eine temporäre Ausnahmesituation über einen bestimmten Zeitraum.

Oft ist eine Diät eine Mangelernährung

Entweder werden Kalorien (extrem) reduziert oder, wie bei vielen Low-Carb-Diäten, es wird (extrem) Fett- oder Proteinreich gegessen.
Der Körper wechselt in den Hungerstoffwechsel und ich selbst denke nur ans Durchhalten und fühle mich dann auch “reduziert” und kraftlos.
Da sich mein Körper aber in einer temporären Ausnahmesituation befunden hat – einer Mangelsituation – holt er sich nach der Diät so schnell wie möglich das “Fehlende” zurück. Die alten Ernährungsgewohnheiten stellen sich wieder ein, weil ich mich da lange wohl gefühlt hatte.
Nach der Diät kommt dann nach und nach auch das verlorene Gewicht zurück…

Eine Diät fordert Disziplin und Energie

Natürlich hört es sich erstmal verlockend an, in nur wenigen Wochen, viel Gewicht zu verlieren und dafür nur wenige Wochen “durchzuhalten”. Leider setzt sich das verlorene Gewicht bei Diäten meist aus verlorenen Wasser und Muskeln zusammen. Gesundheitlich ist das auf jeden Fall zu hinterfragen.
Mich hat aber vor allem frustriert, dass ich mich zusammengerissen und diszipliniert habe, um dann doch wieder beim alten Gewicht oder noch mehr anzukommen.
Die Zeit während einer Diät habe ich nicht genossen; häufig fühlte ich mich schwach, müde und schlecht gelaunt.
Zufrieden war ich selten, denn ich liebe und genieße Essen.

Eine Diät kann Vitalstoffmangel hervorrufen

Die konventionelle Ernährung ist leider oft so beschaffen, das ein Vitalstoffmangel (Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe) besteht. Wir und unser Körper versuchen dann automatisch diesen durch mehr Essen auszugleichen.
Die angebotene Nahrung der Lebensmittelindustrie ist nach Profit ausgerichtet, d. h. möglichst wenig teure Rohstoffe und möglichst viele legale Sucht-Stoffe, die zum Mehr Essen anregen, ermöglichen maximalen Gewinn. Dadurch ernährt man sich bereits von Mangelware und isst trotzdem mehr “Füll-Masse” als man benötigt.

Eine Ernährungsumstellung erfordert Geduld, wirkt aber nachhaltig

Das ich einmal so große Mengen, vielfältig und wohl schmeckend essen kann und dabei auch noch langsam aber gesund abnehme, ohne “durchzuhalten” oder mich zu zwingen, habe ich nicht für möglich gehalten.

Eine Ernährungsumstellung zu einer pflanzenbetonten oder rein pflanzlichen, bewussten, vollwertigen Ernährung bietet genau diese Vorteile. Für mich hat sich dadurch mein Körperfettanteil reduziert und der Muskelanteil ist sogar angestiegen, obwohl ich kein zusätzliches Sportprogramm absolviert habe.

Es erfordert natürlich mehr Geduld, denn die Kilos gehen langsamer als bei einer Diät. Dafür sind sie dann, wenn man die Ernährungsänderungen umgesetzt und integriert hat, für immer verschwunden.

Eine Ernährungsumstellung passt sich meiner Lebenssituation und meinem Geschmack an. Es gibt keine strengen Regeln, sondern Richtungen in die ich mich bewegen kann und gleichzeitig achte ich auf meine Bedürfnisse.
Für mich ist dies ein neuer und gesunder Glaubenssatz:

“Ich kann reichhaltig, vielfältig und genussvoll essen und dabei gesund und schlank sein!”

 

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